Auf Anweisung der Bayerischen Staatsregierung: Wegen des Coronavirus müssen in Bayern alle Schulen und Kindertagesstätten bis 20. April schließen

Der Coronavirus COVID-19 trifft auch die Bavarian International School (BIS). Auf Anweisung der Bayerischen Staatsregierung müssen alle Schulen und Kindertagesstätten in Bayern für fünf Wochen bis zum Ende der Osterferien am 20. April 2020 schließen –  auch die beiden Campus der BIS in München-Schwabing und Haimhausen. In diesem Zeitraum fallen auch alle BIS-Veranstaltungen, Exkursionen, Ausflüge und die Schüleraustausche aus.

„Die Gesundheit aller Mitglieder der BIS-Gemeinschaft und deren Familien steht natürlich an erster Stelle. Daher haben wir Verständnis für diese notwendige Maßnahme und hoffen, dass die Ausbreitung des Virus eingegrenzt werden kann“, sagt Dr. Chrissie Sorenson, Schuldirektorin und Vorstand der BIS.  Aus dem Problem macht die BIS eine Tugend und startet das innovative Projekt der virtuellen Schule. Ab sofort beginnt das Online-Lern-Programm („Distance Learning“), mit dem alle rund 1.200 Schüler/innen aus 56 Nationen zwischen 3 und 18 Jahren unterrichtet werden können. 

Gesunde Balance hat Priorität 

Die Umsetzung des online-basierten Lernens bedeutet keineswegs, dass die Schüler/innen die größte Zeit des Ersatz-Unterrichts vor dem Computer sitzen. Die Kontinuität des Lernens in einer solch ungewöhnlichen Situation zu garantieren, ist zwar eine wesentliche Prämisse. Für das pädagogische Team der BIS sind allerdings weitere Faktoren gleichermaßen bedeutsam, zum Beispiel eine bewusste Balance zwischen Online- und Offline-Zeit, die Aktivierung von Bewegung, Sport und sozialem Austausch, der klare Fokus auf Gesundheit, Wohlbefinden und psychologische Unterstützung sowie die aktive Einbindung von gut informierten, partizipativen Eltern. Der Führungsstab der BIS legt außerdem größten Wert auf die maßgeschneiderte Anwendung des Online-Lern-Programms je Schulstufe, ausreichend Face-to-Face-Kommunikation zwischen Lehrern und Schülern und den flankierenden Einsatz von schulischen Beratern und Psychologen. „Wir begegnen dieser schwierigen Situation, in dem wir unsere eigene Innovationskraft und die Erfahrung anderer internationaler Schulen rund um den Globus nutzen, um virtuelles Lernen anzuwenden und weiterzuentwickeln. Damit erhalten wir die höchsten pädagogischen Standards, die BIS-Familien von uns erwarten und die wir uns selbst als globale Messlatte setzen“, erklärt Dr. Chrissie Sorenson. Man werde die ganzheitliche Philosophie der BIS und die individualisierte Erziehung unter dem Motto „Believe. Inspire. Succeed“ auch auf diesem Wege im Fokus behalten. 

„Educational Technology“ als wertvolle Basis

Die erfolgreiche Umsetzung bedingt eines Zusammenspiels von verschiedenen Aspekten. Grundlegend ist die Integration der sogenannten „Educational Technology“ schon seit dem Jahr 2002. Das bedeutet konkret: Spezialisierte Lehrer werden kontinuierlich weitergebildet, technische Geräte sowie ein eigenes IT-Team mitsamt Helpdesk-Servicecenter bereit gestellt (z.B. für Probleme oder Hilfestellungen bei Soft- und Hardware). Im Rahmen der sogenannten 1:1-Programme erhält jeder Schüler der Bavarian International School ein eigenes iPad in den Klassen 4 bis 6 sowie ein eigenes MacBook in den Klassen 7 bis 12. In den Klassen 1 bis 3 teilen sich die Schüler/innen einige iPads je Klasse und gewöhnen sich so langsam an die sinnhafte Nutzung von digitalen Endgeräten - stets unter pädagogischer Aufsicht. 

„Darüber hinaus wird es absolut wesentlich sein, dass wir die Eltern aktiv einbinden, um ihre Kinder bestmöglich zu unterstützen“, sagt Dr. Chrissie Sorenson. Mit dem Führungsstab der BIS hat sie einen 10-Punkte-Plan für die Familien entwickelt. Dabei kommt es darauf an, dass gemeinsam tägliche Routineabläufe und eine angenehme, ruhige häusliche Umgebung geschaffen werden. Wichtig ist  eine Kultur der offenen Kommunikation und des Feedbacks, Sorgen und Ängste der Schüler/innen werden ernst genommen. Generell steht das Wohlbefinden der Schüler/innen im Mittelpunkt. Dazu zählen auch bewusste Pausen und körperliche Aktivitäten. Hierbei spielt die enge Zusammenarbeit zwischen den Klassenlehrern, den schulischen Beratern, psychologischen Betreuern und natürlich den Eltern eine wichtige Rolle.